Sternschnuppen über Ihrem Ort, die nächsten 12 Monate
Die Liste oben beginnt mit einem Ort, den Ihre Zeitzone nahelegt; tippen Sie Ihren eigenen ein, dann zeigt sie für jeden großen Meteorstrom der nächsten zwölf Monate die Nacht des Maximums in Ihrer Ortszeit, wann der Radiant aufgeht und wann er am höchsten steht, wie viel vom Mond zu sehen ist und wann er auf- oder untergeht, einen kleinen Balken mit der höchstens möglichen Zahl pro Stunde und zwei Links: die Beobachtungskarte zum Ausdrucken und das Poster dieser Nacht.
Dieses Poster öffnen: Geminiden über München, 14. Dezember 2026, 02:00
Der Knopf öffnet den Generator auf Deutsch (polyatic.com/starmap/de/) mit dem Poster unten, den Radianten der Geminiden eingezeichnet. Für Ihren eigenen Ort tippen Sie ihn oben ein: Jede Zeile der Liste hat einen Link zur Beobachtungskarte ihrer besten Stunde und einen zum Poster der Nacht. Kostenlos, ohne Konto; gerechnet wird in Ihrem Browser.
Geminiden 2026: die Nacht vom 13. auf den 14. Dezember
Die Geminiden sind der ergiebigste Strom des Jahres. Die Liste der International Meteor Organization (IMO) gibt ihnen eine Zenitstundenrate (ZHR) von 150, und 2026 erreicht die Erde das Maximum am 14. Dezember um 13:40 Uhr Weltzeit, also um 14:40 Uhr MEZ, mitten am Tag. Gute Raten gibt es deshalb in der Nacht davor, vom Sonntag auf Montag: Die Geminiden bauen sich über mehrere Tage auf und fallen nach dem Maximum schneller ab, als sie gestiegen sind. Von München aus sieht diese Nacht so aus:
- Der Radiant bei Castor in den Zwillingen geht schon um 17:04 Uhr auf und steht um 02:10 Uhr am höchsten, 75° hoch im Süden.
- Der Mond ist eine schmale zunehmende Sichel, zu 21 % beleuchtet, und geht um 20:25 Uhr unter. Danach stört kein Mondlicht mehr bis zur Morgendämmerung.
- Die beste Stunde ist 02:00 Uhr: bis zu 145 Meteore pro Stunde unter vollkommen dunklem Himmel, etwa 35 unter einem typischen Vorstadthimmel.
Alle deutschen Städte haben dieselbe Uhr, aber nicht denselben Himmel. Der Radiant kulminiert in Wien um 01:51, in Berlin um 02:03, in Hamburg um 02:17, in Zürich um 02:22 und in Köln erst um 02:29 Uhr: vier Minuten später je Grad geographischer Länge weiter westlich. Die Höhe hängt dagegen von der Breite ab, 75° in München, 69° in Hamburg.
Warum ein hoher Radiant mehr Sternschnuppen bringt
Alle Meteore eines Stroms fliegen parallel; ihre Spuren scheinen aus einem Punkt zu kommen, dem Radianten. Steht er tief, trifft der größte Teil des Stroms die Atmosphäre über dem Horizont anderer Leute. Die sichtbare Zahl wächst mit dem Sinus seiner Höhe: bei 75° sind es 97 % der vollen Rate, bei 30° die Hälfte, bei 10° ein Sechstel. Deshalb sind die meisten Ströme in der zweiten Nachthälfte am besten, und deshalb lohnen die Eta-Aquariiden in Deutschland kaum: ZHR 50, aber in München geht ihr Radiant erst um 02:53 Uhr auf, kurz vor der Dämmerung, und mehr als 10 pro Stunde sind nicht drin. Jeden Abend kulminiert ein Radiant etwa vier Minuten früher, wie jeder Stern.
Zwei Zahlen in jeder Zeile
Die ZHR ist die Zahl, die ein Beobachter in einer Stunde zählen würde, mit dem Radianten im Zenit und Sternen bis zur Größe 6,5 am Himmel, einem Himmel dunkler als fast jeder Wohnort. Die erste Zahl der Zeile ist ZHR mal Sinus der Radiantenhöhe, die Obergrenze bei vollkommen dunklem Himmel. Die zweite teilt sie durch r1,5, die Korrektur der IMO für einen Himmel, an dem die schwächsten Sterne Größe 5 haben, wie in einer Vorstadt. r ist der Populationsindex des Stroms: 2,6 bei den Geminiden, also bleibt ein Viertel übrig; 2,2 bei den Perseiden, knapp ein Drittel. In der Innenstadt, wo nur Sterne bis Größe 4 zu sehen sind, bleibt von den Geminiden etwa ein Zehntel. Mondlicht und Wolken sind von keiner der beiden Zahlen abgezogen; die Mondzeile sagt, wann der Mond Sternschnuppen kostet.
Das Jahr aus München
Zehn Ströme stehen für München in der Liste. Die Orioniden haben ihr Maximum am Abend des 21. Oktober 2026; ihr Radiant geht um 22:19 Uhr auf, ein zu 82 % beleuchteter Mond um 03:05 Uhr unter, und um 06:00 Uhr sind bis zu 15 pro Stunde möglich. Die Quadrantiden in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2027 erreichen ihr kurzes Maximum um 04:20 Uhr; ihr Radiant geht in München nie unter, und um 06:00 Uhr sind es bis zu 70 pro Stunde, bevor um 05:34 Uhr eine dünne Mondsichel aufgeht. Die Perseiden schließlich, der Sommerstrom, haben 2027 ihr Maximum am 13. August um 10:08 Uhr MESZ; die Nacht vom 12. auf den 13. hat einen zu 85 % beleuchteten Mond, der um 01:45 Uhr untergeht, und als beste Stunde 04:00 Uhr mit bis zu 90 pro Stunde. Richtig dunkel ist es in dieser Augustnacht nur von 21:51 bis 04:46 Uhr.
Die Karte für draußen und das Poster
Der erste Link einer Zeile öffnet im deutschen Generator die Beobachtungskarte für Ihren Ort zur besten Stunde, mit dem Radianten als Sternsymbol: eine runde Karte des ganzen Himmels, schwarz auf weiß, auf einer Seite A4 oder US Letter, die man über den Kopf hält, die Himmelsrichtung, in die man schaut, unten. Diese Karte ist auf Englisch beschriftet. Der zweite Link macht ein Poster derselben Nacht auf Deutsch, in Farben und Größe Ihrer Wahl, ebenfalls mit dem Radianten. Draußen gilt: nicht direkt auf den Radianten starren. Meteore nahe bei ihm sind kurz, die langen erscheinen 40° bis 60° daneben. Zwanzig Minuten ohne Handylicht, liegen, den dunkelsten Teil des Himmels wählen.
Auf beiden ist der Mond in seiner echten Phase und Höhe eingezeichnet, und Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sind eingezeichnet, wo sie in dieser Nacht standen, sofern sie über dem Horizont waren. Auch die Sonne ist eingezeichnet, wenn sie über dem Horizont steht, und die Zeile unter dem Bild sagt, ob Tageslicht, Dämmerung oder volle Dunkelheit herrscht. Die Milchstraße ist als weiches Band eingezeichnet. Mit dem Häkchen bei Deep-Sky-Objekte kommen Uranus, Neptun und 133 Deep-Sky-Objekte dazu, darunter alle 110 Messier-Objekte — die Geminidennacht über München mit Deep-Sky-Objekten öffnen. Große Kometen sind ein Häkchen entfernt: Mit Große Kometen zeichnet der Generator jede von zwölf mit bloßem Auge sichtbaren Kometen-Erscheinungen seit 1900 ein, von Halley 1910 bis Hale-Bopp, NEOWISE und Tsuchinshan-ATLAS, dort, wo sie stand, den Schweif von der Sonne weg — Hale-Bopp über Köln am 1. April 1997. Lichtschwache Kometen und Satelliten sind nicht eingezeichnet, weil der Generator ihre Bahnen nicht berechnet. Die 1.630 Sterne des Yale Bright Star Catalogue werden wegen der Präzession der Erdachse vom Katalogjahr 2000 auf das Datum der Nacht umgerechnet. Ihre Eigenbewegung ist nicht berücksichtigt; über die zwölf Monate dieser Liste verschiebt sie keinen Stern sichtbar. Daten vor dem 15. Oktober 1582 liest der Generator im julianischen Kalender, falls Sie einen historischen Sternschnuppenregen zeichnen wollen.
Für die Finsternisse, die man vom selben Ort aus sieht, gibt es die Sonnenfinsternis-Liste für Ihren Ort; für die Mondphasen eines ganzen Jahres den Mondkalender zum Ausdrucken.
Häufige Fragen
Wann sind die Geminiden 2026 am besten zu sehen?
In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 2026, am besten zwischen Mitternacht und 4 Uhr, wenn der Radiant hoch im Süden steht. Das Maximum selbst liegt am 14. Dezember um 14:40 Uhr MEZ, bei Tag; die Nacht davor ist die bessere Wahl. Der Mond geht schon am Abend unter.
Wie viele Sternschnuppen sehe ich wirklich?
Weniger, als die ZHR verspricht. 145 pro Stunde gelten für einen vollkommen dunklen Himmel mit dem Radianten fast im Zenit. Am Stadtrand bleibt etwa ein Viertel, in der Innenstadt etwa ein Zehntel, und ein einzelner Beobachter übersieht, was hinter ihm passiert. Dreißig Geminiden in einer Stunde vom Garten aus sind eine sehr gute Nacht.
In welche Richtung soll ich schauen?
Nicht direkt zum Radianten. Sternschnuppen erscheinen am ganzen Himmel, die langen 40° bis 60° vom Radianten entfernt. Am besten liegend, mit Blick in den dunkelsten Teil des Himmels, etwa halb hoch, nach zwanzig Minuten ohne Bildschirm.
Berücksichtigt die Liste Wolken oder Lichtverschmutzung?
Wolken und Wetter gar nicht; jede Zahl setzt einen klaren Himmel voraus. Die Lichtverschmutzung nur als zweite Zahl für einen typischen Vorstadthimmel. Ist die Maximumsnacht bewölkt, lohnen die Nächte davor und danach, bei den Geminiden besonders die davor.
Wird etwas übertragen?
Nein. Die Liste wird auf Ihrem eigenen Gerät berechnet. Der erste Ort wird nur aus dem Namen Ihrer Zeitzone geschätzt, nie aus Ihrem Standort, und die Ortsliste lädt erst, wenn Sie tippen.
Dieses Poster öffnen: Geminiden über München, 14. Dezember 2026, 02:00